Züricher Tagesanzeiger, 26.02.2015

 
Meldung: Im Wald Drohne steigen lassen – Pariser Polizei schlägt zu
 
Berichtet wird von drei Journalisten, die festgenommen wurden, weil sie in einem Wald in Paris mit einer „Drohne“ geflogen sind. Bei derartigen Reaktionen auf so banale Vergehen muss man sich nicht wundern, wenn demnächst in Frankreich zu schnelles Fahren direkt ins Gefängnis führt.
 

heise.de, 24.02.2015

 
Meldung: NoFlyZone: Jedem seine private Drohnen-Flugverbotszone
 
In der Meldung wird über das System NoFlyZone berichtet, das einfach aus einer Datenbank besteht, in die jeder GPS-Koordinaten eintragen darf, an denen nicht geflogen werden soll. Weder der erste Eintrag noch die Koordinaten werden geprüft. Unterstützt werden die NoFlyZones aktuell nur von drei Flugsteuerungen, die zudem nur wenig verwendet werden.
 
Verbieten kann den Überflug über sein Grundstück niemand, sondern lediglich den Start und die Landung von und auf diesem. Es gibt aber Regelungen, die den Überflug in zu niedrigen Höhen (zB Lärmschutz) sowie generell das Fotografieren und Filmen erlaubnispflichtig machen (Persönlichkeitsrecht).
 
Die NoFlyZones haben aus meiner Sicht keinen Nutzen. Derjenige, der das Überfliegen seines Grundstücks damit verbieten will, wird sich genauso aufregen, wenn an seiner Grundstücksgrenze geflogen wird, wo er dies nicht verbieten kann. Und solange nicht alle Flugsteuerungen dies erzwingen, ist die Mühe sowieso vergebens.
 

golem.de, 15.02.2015

 
Meldung: Das Aus für Amazons Lieferdrohnen
 
In dem Artikel wird berichtet, dass die US-Flugaufsicht (FAA) neue Regeln für die kommerzielle Nutzung von Drohnen vorgestellt hat. Die Regeln beschreiben sehr genau, wer wo mit Modellfluggeräten fliegen darf. Die wohl wichtigste Änderung für die USA ist, dass der Pilot permanent eine gute Sichtverbindung zu seinem Fluggerät haben muss. Die Regeln entsprechen in einigen Teilen auch denen in Deutschland, wobei die FAA die Daten sehr konkret benennt und keinen Spielraum lässt, was in Deutschland nicht so ist und sehr wünschenswert wäre. Eine Konsequenz daraus ist, dass der Multicopter als autonomes Transportmedium keine Option mehr ist.
 
Pflicht wird nach den Regeln der FAA auch ein Nachweis über ausreichende aeraonautische Kenntnisse. Diese Kenntnisse muss der Pilot in Form einer Prüfung nachweisen, die er bei einer qualifizierten Stelle ablegen muss. Die FAA hat das Regelwerk hier veröffentlicht: PDF.
 

Robbe.de, 12.02.2015

 
Meldung: Robbe stellt Insolvenzantrag
 
Nach der Insolvenzanmeldung von Graupner im Jahr 2013 hat nun auch Robbe Insolvenz angemeldet. Nach eigenen Angaben in der Meldung wird das Geschäft zunächst uneingeschränkt weitergeführt und es gibt bereits Interessenten für eine Weiterführung des Traditionsbetriebs.
 

heise.de, 06.02.2015

 
Meldung: Sicherheitsexperte bringt Drohnen-Führerschein ins Gespräch
 
In einem Interview mit dem Sicherheitsbeauftragtem des DFB, Helmut Spahn, fordert dieser den Führerschein und ein Equivalent der Waffenbesitzkarte für Drohnen. Begründet wird das mit Terrorismusgefahren und Kriminalität. Herr Spahn behauptet, dass man sich der Gefahren noch nicht ganz bewusst ist und das alle an einem Strang ziehen müssen. Ebenfalls spricht er gleich auch den zuständigen Flugbehörden die Kompetenz ab.
 
Es gilt der Generalverdacht: jeder der eine Drohne kaufen kann, ist anscheinend potenziell ein Krimineller. Das seine geforderten Regelungen keine Kriminellen betreffen, weil diese sicher die Letzten wären, die sich an seine Gesetze halten, befördert ihne als „Sicherheitsexperten“ ins Abseits. Herr Spahn hat vergessen, auch Besitzkarten und Führerscheine für Modellautos und Modellboote zu fordern.
 
Darüber hinaus muss der Verkauf von Elektromotoren, Propellern, Plattformen wie Arduino, sowie jeglicher Art von Sensoren wir Gyroskope und Beschleunigungsmessern waffenscheinpflichtig werden, denn daraus kann jeder ohne große Mühen Multicopter bauen. Selbstverständlich muss dazu sichergestellt werden, dass sämtliche Teile nicht ins Land eingeführt werden können. Ob Herr Spahn denkt, dass 9/11 nicht stattgefunden hätte, wenn man Gesetze gehabt hätte, die Terroristen den Zugang zu Flugzeugen untersagt hätten? Sollten nicht vielleicht alle Menschen vorsichtshalber inhaftiert werden, bevor diese ganzen potenziell Kriminellen noch Straftaten begehen? Man weiß es nicht…
 

Mittelbayerische, 06.02.2015

 
Meldung: Drohnen, die unbekannte Gefahr
 
Die Meldung packt mehr oder weniger wahllos verschiedene Themen zusammen und berichtet von Problemen, die weitgehend nicht näher detailliert werden. Angeblich gibt es in vielen Städten vermehrt Beschwerden. Wieviele Beschwerden, wieviele und welche Städte und was hier vermehrt bedeutet, wird nicht angegeben. Es wird auch nicht erwähnt, auf welcher Basis diese Daten erhoben wurden. Allein der reißerische Titel stimmt den Leser bereits negativ. Der Rest des Artikel tut sein Übriges. Vom zitierten Drohnenspezialisten der Universität Duisburg-Essen sind im Web zum Thema Drohnen weder Artikel oder Aufsätze, noch irgendwelche Facharbeiten zu entdecken. Und auch sein Fachbereich hat offenbar nichts mit Multicoptern zu tun.