Bauprojekt 7 – Racing Quadrocopter

FPV-Racing wird immer populärer. Wie die Jedi in Star Wars durch Wälder zu rasen und dabei den Bäumen auszuweichen ist ein Riesenspaß – solange man so fliegen kann. Selbst guten Fliegern passieren hier regelmäßig Unglücke, die Reparaturen an Multicoptern bis hin zum kompletten Neuaufbau erfordern. Hohe Geschwindigkeiten und Bäume schließen sich wie auf der Straße bei KFZ auch bei Multicoptern aus.

250er H-Quad
250er H-Quad

Wegen ihrer Bauform und der Möglichkeit, sensible Teile besser zu schützen haben sich Multicopter in H-Bauform mit 250 mm Motorabstand bewährt. Um die Kosten gering zu halten versucht man hier darüber hinaus, billigste Teile zu verwenden. Motoren und Geschwindigkeitsregler für 10 Euro, Propeller für 50 Cent, komplette Rahmen für 30 Euro, Flugsteuerungen und Empfänger für 20-30 Euro, das sind die benötigten Teile. Viele Shops bieten komplette Bausätze an, die in 4-5 Stunden flugbereit aufgebaut sind.

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Minimalistische Bauweise

Sauberer Aufbau, Propeller wuchten, CFK-Propeller – Fehlanzeige. Aufbauen und losfliegen. Es fehlt noch eine 20-Euro-Platinenkamera und der billigste FPV-Sender, der zu bekommen ist. Lediglich eine gute Antenne sollte man sich gönnen, denn ohne sauberes Bild ist kein Rennen zu gewinnen.

Geschützte Unterseite
Geschützte Unterseite
Mit Kamera und FPV-Sender
Mit Kamera und FPV-Sender

So spannend das klingt, auch hier gelten die gesetzlichen Regelungen ohne Ausnahme. Und anders als beim gemütlichen FPV-Flug mit GPS-stabilisierter Flugsteuerung muss man hier sein Fluggerät ohne Stabilsierung aus dem FF beherrschen.

Mehr Puffer und Schutz
Mehr Puffer und Schutz

Die Stäbchen als Landegestell dienten allenfalls als Zierde. Selbst bei unsanften normalen Landungen verbogen diese sich erheblich. Heizungsrohr-Isolierung sieht zwar nicht schön aus, puffert aber sehr viel besser und verbiegt nicht. Der Akku ist nach unten gewandert und auf der oberen Platte gibt es nichts mehr, das kaputt gehen könnte. Just for fun wurden hinten drei 1W-LED mit einer Konstantstromquelle (siehe LED-Blinker-Projekt) auf einem kühlenden Alu-Winkel angebracht. Diese sind auch in 100 m Entfernung noch zu erkennen. Die Stabantenne wird noch einer SPW-Antenne weichen, wobei die Videoqualität per Dominator V2 im Umfeld von 100 m exzellent ist.

Fazit: Ein sehr guter Racer für wenig Geld mit Spitzengeschwindigkeiten jenseits von geschätzten 70 km/h.

Technische Daten

Motorabstand 25 cm
Leergewicht 340 g ohne FPV, 385 g mit FPV
Abfluggewicht 495 g ohne FPV, 535 g mit FPV
Maximaler Schub 1740 g
Flugsteuerung OpenPilot CC3D
FPV System Eachine CCD 700tvl 148° Kamera und 25mW 5,8-GHz-FPV-Sender
Videobrille FatShark Attitude 2
Motoren EMAX MT2204
Propeller GemFan 6″ x 3″
Geschwindigkeitsregler EMAX 12 A
Flug-Akku 3S-Lipo-Akku 2200 mAh 25C (Gewicht 152 g)
Flugzeit Flugzeit bei rasanter Flugweise etwa 7 Minuten.
Kosten (ohne Fernsteuerung) Etwa 180 Euro bei Kauf als Bausatz in Deutschland, in ausländischen Shops komplett mit Akku bereits für unter 140 Euro. FPV-Kit mit Kamera und Sender sowie Empfänger und Fernsteuerung sind nicht im Preis enthalten.

Letzte Änderung: 11.09.2015 07:45

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